Gelenkarmmarkise an der Fassade ausrichten und Wandkonsolen verschrauben

· 2 min read
Gelenkarmmarkise an der Fassade ausrichten und Wandkonsolen verschrauben

Bevor Sie die Gelenkarmmarkise an der Fassade ausrichten, müssen Sie zunächst die Wandkonsolen fachgerecht verschrauben, denn nur so steht die gesamte Konstruktion später lotrecht und spielfrei. Messen Sie dazu die Position der beiden Konsolen äußerst präzise an der Wand an, wobei Sie mit einer Wasserwaage und einem langen Richtscheit sowohl die horizontale Flucht als auch das exakte Niveau übertragen. Bohren Sie die Löcher für die Dübel stets mit einem Bohrer, der zum Mauerwerk passt, und halten Sie dabei einen Mindestabstand von zehn Zentimetern zu Kanten oder Fugen ein, um Ausbrüche zu vermeiden. Verwenden Sie für die Befestigung ausschließlich Edelstahlschrauben, die tief genug ins Mauerwerk greifen, und ziehen Sie diese mit einem Drehmomentschlüssel gleichmäßig an, ohne die Unterlegscheiben zu verformen. Wenn die Markise sehr breit ist, lohnt es sich, für die mittlere Konsole eine zusätzliche Stütze zu planen, da sich sonst der Tuchausfall bei Wind stark durchbiegen kann. Prüfen Sie nach dem ersten Anzug, ob die Konsole noch justierbar ist, bevor Sie die Schrauben endgültig festziehen, denn ein späteres Korrigieren der waagerechten Ausrichtung ist mühsam und führt oft zu unnötigen Bohrlöchern.

Nachdem die Wandkonsolen fest sitzen, heben Sie die Gelenkarmmarkise vorsichtig an und hängen sie in die dafür vorgesehenen Aufnahmen ein, wobei Sie am besten zwei Personen benötigen, um Verkantungen zu vermeiden. Richten Sie nun die Markise in der Horizontalen aus, indem Sie an den seitlichen Verstellschrauben der Konsolen drehen, bis die Tuchkante an beiden Enden exakt dieselbe Höhe aufweist; verwenden Sie  hier für eine lange Wasserwaage, die Sie direkt auf das Tuch oder das Gehäuse legen. Achten Sie auch auf den Abstand zur Fassade, denn die Markise sollte nach vorne hin ein leichtes Gefälle von etwa fünf Grad haben, damit Regenwasser sauber ablaufen kann – messen Sie dies am ausgefahrenen Tuch oder am vorderen Ausfallprofil. Korrigieren Sie anschließend eventuelle Abweichungen in der Seitenneigung, indem Sie nur die betroffene Konsole minimal lösen, dünne Unterlegscheiben einlegen oder entfernen und die Schrauben erneut anziehen. Bei der markise montage ist es entscheidend, dass alle Gelenke und Scharniere der Arme ohne Spannung arbeiten, also überprüfen Sie, ob sich die Arme leichtgängig aus- und einfahren lassen, bevor Sie die Endposition fixieren. Ein häufiger Fehler ist es, die Markise bereits bei der ersten Montage vollständig auszufahren, obwohl die Arme noch nicht exakt parallel zur Wand stehen – dadurch entstehen einseitige Belastungen, die später zum Schiefhängen führen.

Wenn die Gelenkarmmarkise ausgerichtet und die Wandkonsolen endgültig verschraubt sind, sollten Sie die gesamte Konstruktion einem Praxistest unterziehen, indem Sie die Markise langsam und ohne Wind ausfahren. Beobachten Sie dabei, ob das Tuch straff sitzt und sich keine Falten an den Rändern bilden, was auf eine ungleiche Abstützung hindeuten würde; justieren Sie in diesem Fall die Spannung der Fallstange oder die Neigung der Arme leicht nach. Kontrollieren Sie zudem, ob die Markise bei geschlossenem Zustand bündig an der Wand anliegt und keine Vibrationen durch den Fassadenwind entstehen, die auf lockere Schrauben zurückgehen könnten. Die markise montage gilt erst als abgeschlossen, wenn Sie alle sichtbaren Schraubenköpfe mit einer Schutzschicht versehen und die Gelenkpunkte mit einem silikonfreien Schmiermittel behandelt haben, um Korrosion und Quietschgeräusche dauerhaft zu vermeiden. Wiederholen Sie die Kontrolle der Ausrichtung nach einer Woche bei voller Sonneneinstrahlung, da sich die Materialien durch Wärme ausdehnen und die Spannung verändern kann, und ziehen Sie die Konsolen bei Bedarf ein letztes Mal nach. So bleibt Ihre Markise über Jahre hinweg zuverlässig, und die Kraft auf die Fassade bleibt gleichmäßig verteilt, ohne dass Sie erneute Justierarbeiten befürchten müssen.